Der Mobilitätstest nach TINETTI ermittelt das Sturzrisiko des Probanden und analysiert einzelne Mobilitätsfunktionen (Balance, Stand, Gangbild) anhand eines vorgegebenen Punktescores. Hierbei deutet sich ein erhöhtes Sturzrisiko an, wenn vom Patienten weniger als 20 von 28 möglichen Punkten erreicht werden. Der Mobilitätstest nach TINETTI ist besonders für Verlaufskontrollen geeignet. Bewertet werden Aufstehen, Stand, Balance, Drehen auf der Stelle und Hinsetzen, wobei beliebige Hilfsmittel genutzt werden können. Da eine neuromuskuläre Untersuchung selbst bei Patienten mit offensichtlichen Gangstörungen kein Korrelat zeigt, liefert hier die unmittelbare Beobachtung des Bewegungsablaufes häufig brauchbarere Ergebnisse. Das Gangbild wird anhand der Faktoren Schrittauslösung, Schrittlänge, Schritthöhe, Schrittsymmetrie, Gangkontinuität, Wegabweichung, Schrittbreite und Rumpfstabilität analysiert.